Eine Windkraftanlage wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um. Wenn der Wind auf die Rotorblätter trifft, versetzt er diese in Rotation. Über eine Welle wird diese Drehbewegung in den Generator weitergeleitet, der ähnlich wie ein Fahrraddynamo funktioniert. Die so entstehende Elektrizität wird anschließend über Transformatoren in die passende Spannung umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist. Ein 4-Megawatt-Windrad erzeugt pro Umdrehung etwa 5,5 Kilowattstunden, genug für 28 Kilometer mit einem E-Kompaktwagen.
Zur Stromgewinnung muss die langsame Drehbewegung des Rotors in elektrische Energie umgewandelt werden. In klassischen Anlagen übernimmt dies ein Getriebe. Direktantriebe kommen ohne Getriebe aus, sind jedoch oft in der Baugröße beschränkt.
Die Rotorblätter fangen durch ihre aerodynamische Form die kinetische Energie des Windes auf und wandeln sie mit der daraus resultierenden Rotation in Strom um. Sie bestehen meist aus glasfaser- oder carbonfaserverstärktem Kunststoff und können bis zu 80 Meter lang sein – optimiert für hohe Effizienz und niedrige Geräuschentwicklung.
Die Rotornabe überträgt die Leistung auf die Rotorwelle. Der Rotor leitet die kinetische Energie des Windes an die Hauptwelle weiter, welche die Drehzahl auf das Getriebe überträgt.
Die Blattverstellung erlaubt es, den Anstellwinkel der Rotorblätter individuell zu verändern. So kann die Leistung je nach Windstärke geregelt werden, um bei Starkwind eine Überlast zu verhindern und die Energieerzeugung zu maximieren.
Die Gondel sitzt auf der Spitze des Turms und beherbergt den gesamten Antriebsstrang mit Getriebe, Generator und Steuerungstechnik.
Messinstrumente wie der Windsensor überwachen die Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Außerdem werden weitere meteorologische Parameter wie Temperatur und Feuchte sowie der Zustand der Anlage laufend kontrolliert und angepasst.
Der Turm bringt Gondel und Rotorblätter auf eine Höhe, auf der stärkere und gleichmäßigere Winde herrschen. Sie werden als Stahlrohr-, Beton- oder Hybridkonstruktionen gebaut.
Das Fundament sorgt für die Standfestigkeit der Windkraftanlage. Es besteht meist aus einer großen Betonplatte mit Stahlarmierung und kann je nach Bodenbeschaffenheit auch Stahlpfähle erfordern.