Bei einer größeren Renovierung müssen sich Bauleute bereits in der Planungsphase Gedanken über das zukünftig verwendete Heizsystem machen. Dabei ist zu prüfen, ob der Einsatz von alternativen Energiesystemen aus technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Gründen sinnvoll ist.
Das Tool bietet die technische Prüfung erneuerbarer Systeme, eine normgerechte Wirtschaftlichkeitsberechnung und einen ökologischen
Vergleich. Das Tool ist eine Serviceleistung der Energieagentur Tirol und steht kostenlos als Download zur Verfügung.
Die Alternativenprüfung wurde 2008 in der Tiroler Bauordnung verankert und ist verpflichtender Teil der Einreichunterlagen für Bauvorhaben. Wenn bei einer Renovierung mehr als 25 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle erneuert werden, ist mit der Alternativenprüfung der Einsatze von einem hocheffizienten, alternativen Systemen zu prüfen.
Tirol hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 energieautonom zu werden und damit seinen gesamten Energiebedarf aus heimischen, erneuerbaren Energieressourcen zu decken.
Das lässt sich im Haushalt vor allem auch durch den verstärkten Einsatz von zukunftsfähigen Heizungssystemen erzielen. Die Alternativenprüfung leistet also einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energieautonomie.

Die Alternativenprüfung ist erforderlich, wenn weder ein hocheffizientes alternatives System gemäß der Tiroler Bauordnung genutzt wird, noch die Vorgaben zum Primärenergiebedarf erfüllt werden. Dabei erfolgt ein wirtschaftlicher Gesamtkostenvergleich aller technisch und rechtlich möglichen Systeme. Zur Unterstützung steht das Tool der Energieagentur Tirol zur Verfügung.
Die Alternativenprüfung sollte von fachkundigen Personen erstellt werden. Dies können sowohl Architekt*innen und Planer*innen sein, als auch Installateur*innen oder Energieausweisberechner*innen. Wichtig dabei ist der direkte Kontakt zu den Bauleuten, die letztendlich die Entscheidung über das Heizsystem treffen müssen.
Was kostet mich das Heizen in den nächsten 20 Jahren? Das Tool zur Alternativenprüfung bietet die Antwort und kann somit auch zur Beratung von Kund*innen bei der Wahl des Heizsystems verwendet werden.
Stellt sich am Ende der Prüfung heraus, dass ein hocheffizientes alternatives Heizsystem am wirtschaftlichsten ist, so ist eines dieser Systeme auch verpflichtend einzusetzen.
Die Prüfung von hocheffizienten, alternativen Systemen ist in der OIB Richtlinie 6 “Energieeinsparung und Wärmeschutz“ sowie in der Tiroler Bauordnung als Anforderung für Gebäude festgeschrieben. In den Technischen Bauvorschriften ist die anzuwendende Methode dazu im Detail abgebildet
Weitere Details zu den rechtlichen Rahmenbedingungen können den aktuellen OIB Richtlinien, der Tiroler Bauordnung sowie den Technischen Bauvorschriften entnommen werden.