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Wind bewegt

Die aktuelle Ausgabe der Energie Perspektiven beleuchtet das Windkraft-Potenzial in Tirol, zeigt gelungene Beispiele aus benachbarten Regionen und liefert fundierte Informationen rund um Technik, Wirkung und Besonderheiten alpiner Windkraft.

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Gebündeltes Know-how

Energie Tirol und Wasser Tirol bilden ab sofort die Kompetenz für Wasser und Energie und treten unter dem gemeinsamen Namen Energieagentur Tirol auf.

Gut
Beraten

Wir haben die Antworten auf Ihre Energiefragen. Uns geht es dabei immer um die Sache – und nicht um Produkte.

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© Andreas Sonnweber
30.09.2022

Wie werde ich unabhängig?

Der Ausstieg aus Heizöl, Kohle und Flüssiggas bzw. Erdgas ist bis zum Jahr 2035 bzw. 2040 vorgesehen. Mit dem Ziel-Szenario „TIROL 2050 energieautonom“ gibt es dazu einen klaren Fahrplan, wie es gelingen kann, den Energiebedarf vollständig aus erneuer­baren heimischen Energieträgern zu decken.

Gerade im Gebäudebereich wird der größte Anteil unserer Energie verbraucht, daher sollen die Gebäude in Tirol um 31 % effizienter werden, dazu werden Wärmepumpen, Fernwärme und Pellets in der Raumwärme zu Anwendung kommen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse macht dies doppelt Sinn. In der Raumwärme haben wir bereits jetzt in 9 von 10 Fällen alltagstaugliche und kostengünstige Lösungen abseits von Öl und Gas.

Was kann ich kurzfristig machen?

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 6 % Energie, vor allem in nicht genutzten Räumen liegt viel Einsparpotenzial. Bereits vorhandene,

abgenutzte Dichtungen alter Fenster und Türen können Zugluft und hohe Wärmeverluste verursachen und sollten erneuert werden. Die Heizungs- und Warmwasserrohrleitungen im Heizraum und Keller sollten unbedingt gedämmt werden. In einem durchschnittlichen Heizraum sind 35 Meter Rohrleitungen verbaut. Sind diese ungedämmt, geht dabei die Menge an Heizwärme verloren, mit der etwa zwei Kinderzimmer beheizt werden können. Neben der Heizung ist auch das Warmwasser relevant beim Energieverbrauch. Jetzt ist ein optimaler Zeitpunkt, um die 20 Jahre alte Badarmatur gegen ein wassersparendes Modell zu tauschen. Grundsätzlich sollte die Temperatur im Warmwasserspeicher nicht über 55 Grad betragen, mit geringen Temperaturen wird nicht nur Energie gespart, auch die Kalkabscheidung reduziert.

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 6 % Energie, vor allem in nicht genutzten Räumen liegt viel Einsparpotenzial. Bereits vorhandene, abgenutzte Dichtungen alter Fenster und Türen können Zugluft und hohe Wärmeverluste verursachen und sollten erneuert werden.

Was sollte ich als Erstes berücksichtigen?

Ein thermisch saniertes Gebäude verbraucht 50 % bis 75 % weniger Energie. So lässt sich bereits unabhängig vom Energieträger eine erhebliche Menge Energie und somit jährliche Heizkosten einsparen – und man gewinnt Zeit für den Heizungstausch. Leider wird selten bedacht, dass gedämmte Gebäude wesentlich kleinere und somit günstigere Heizungsanlagen benötigen. Im Idealfall gehören also thermische Sanierung und Heizungstausch zusammen. Diese thermischen Sanierungen fördert das Land Tirol mit einem 25%igen Einmalzuschuss. Werden zumindest drei Maßnahmen (zum Beispiel Fassade, Fenster und oberste Geschoßdecke) gleichzeitig durchgeführt und bestimmte Anforderungen an den Heizwärmebedarf erreicht, gewährt das Land den zusätzlichen Ökobonus in Abhängigkeit der Nutzfläche des Gesamtobjektes bis maximal 18.150 Euro. Der Bund bietet mit dem Programm Sanierungsscheck zusätzlich bis zu 6.000 Euro.

Photovoltaik auf dem Sozialzentrum mitanond Kundl
© Energie Tirol Blitzkneisser

Potenziale nützen
In der Raumwärme haben wir bereits jetzt in 9 von 10 Fällen alltagstaugliche und kostengünstige Lösungen abseits von Öl und Gas.

Gebäude mit Photovoltaik am Mieminger Plateau in Tirol
© Energieagentur Tirol

Ein thermisch saniertes Gebäude verbraucht 50 % bis 75 % weniger Energie. So lässt sich bereits unabhängig vom Energieträger eine erhebliche Menge Energie und somit jährliche Heizkosten einsparen – und man gewinnt Zeit für den Heizungstausch.

Himmel mit Regenbogen
© unsplash artem-bryzgalov

Kann ich eine Wärmepumpe nutzen?

Bei einer Heizungsvorlauftemperatur von bis zu 50 °C am kältesten Tag des Jahres ist die Wärmepumpe das ideale Heizsystem für die Energieautonomie. Förderfähig sind momentan noch Vorlauftemperaturen bis 40° C. Egal ob Fußbodenheizung, Niedertemperatur-Heizkörper oder Wandheizung – mit einem hydraulischen Abgleich und einem Heizkörpertausch kann man viele Heizungsanlagen dorthin optimieren. Und auch hier gilt: Wird ein Haus gedämmt, sinkt die benötigte Vorlauftemperatur der Heizung erheblich. Vertrauen Sie bei der Planung und Installation auf renommierte Betriebe und HerstellerInnen. Eine Liste finden Sie auf der Homepage des „Netzwerk Wärmepumpe Tirol“. www.nwwp.tirol

Brauche ich für den Betrieb meiner Wärmepumpe eine Photovoltaikanlage? 

Nein, natürlich kann eine Wärmepumpe auch mit Strom aus dem Netz betrieben werden. Um die Energieautonomie zu unterstützen, empfiehlt es sich speziell im Einfamilienhaus auf eine Photovoltaikanlage zu setzen. Mit einer klassischen Anlage (7 kWp) lassen sich knapp die Hälfte des Strombedarfs für Wärmepumpe und Haushalt selbst erzeugen. Ein „mobiler“ Speicher in Form eines Elektroautos erhöht nochmals die Sinnhaftigkeit einer PV-Anlage und auch die Einspeisung ins Netz wird entgegen der allgemein bestehenden Meinung fair vergütet.

Info

Wird meine Photovoltaik­anlage auch gefördert? 

Auf Bundesebene gibt es mehrere Fördermodelle für Photovoltaikanlagen. Ebenso fördern viele Gemeinden sowie verschiedene Energieversorgungsunternehmen den Einsatz von solchen Systemen. Eine Übersicht finden Sie unter Förderungen.

Photovoltaik in Tirol

Eignet sich mein Dach für eine Photovoltaikanlage? 

Photovoltaikpaneele sind sehr tolerant, was deren Ausrichtung und Neigung angeht. Eine Neigung um die 15° bis 30° ist meist ideal. Weniger als 10° sollten es nicht sein. Ost- und West-Anlagen erzeugen mehr Strom in den Morgen- und Abendstunden als eine Süd-Anlage, diese wiederum bietet mehr Jahresertrag. Welcher Anlagentyp optimal ist, lässt sich im Zuge einer Energieberatung klären.

Photovoltaikpaneele sind sehr tolerant, was deren Ausrichtung und Neigung angeht.

Auf Bundesebene gibt es mehrere Fördermodelle für Photovoltaikanlagen. Ebenso fördern viele Gemeinden sowie verschiedene Energie­versorgungs­unternehmen den Einsatz solcher Systeme.

Welche Förderungen kommen für meine Heizung infrage?

Die Förderlage ist aktuell auf Landesebene über die Wohnbauförderung und diverse Sonderförderungen sowie beim Bund über das Programm „Raus aus Öl und Gas“ so gut wie noch nie. Das Land Tirol fördert den Austausch einer Heizanlage momentan mit 25 % der zu investierenden Kosten plus 3.000 Euro, der Bund bietet mit dem Programm „Raus aus Öl und Gas“ zusätzlich 7.500 Euro im Einfamilienhaus.

Wie komme ich zur Landesförderung zum Heizungstausch?

  • Antrag Wohnhaussanierung A5
    tirol.gv.at
    herunterladen und ausfüllen.

  • Haustechnik Abnahmebestätigung F97
    tirol.gv.at
    vom Installateur unterfertigen lassen.

  • Die ausgefüllten Formulare inklusive der Rechnungen und Einzahlungsbestätigungen an die zuständige Bezirkshauptmannschaft übermitteln.

  • Der Zuschuss für klimafreundliches Heizsystem in Höhe von 3.000 Euro wird automatisch mitbeantragt. Zu beachten ist auch, dass die Rechnung nicht älter als 18 Monate sein darf und der Förderantrag erst nach Fertigstellung erfolgt.

Wie komme ich zur Bundesförderung „Raus aus Öl und Gas“?

  • Registrierung über das Online-Formular für Ein- und Zweifamilienhaus, Reihenhaus:
    Link zur Förderung
    bzw. mehrgeschossigen Wohnbau (ab drei Wohneinheiten):
    Link zur Förderung

  • Hinweis: für das Abschließen der Förderung wird entweder ein Energieausweis oder das Beratungsprotokoll von Energie Tirol benötigt.

  • Umsetzung des neuen Heizungssystems.

  • Förderung abschließen und Antrag abschicken.

  • Ab der Registrierung haben Sie 26 Wochen Zeit die neue Heizung umzusetzen, um die Förderung abzuholen. Eine Terminplanung mit der ausführenden Firma (Installateur) ist daher wichtig.

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