Die aktuelle Ausgabe der Energie Perspektiven beleuchtet das Windkraft-Potenzial in Tirol, zeigt gelungene Beispiele aus benachbarten Regionen und liefert fundierte Informationen rund um Technik, Wirkung und Besonderheiten alpiner Windkraft.
Energie Tirol und Wasser Tirol bilden ab sofort die Kompetenz für Wasser und Energie und treten unter dem gemeinsamen Namen Energieagentur Tirol auf.
Wir haben die Antworten auf Ihre Energiefragen. Uns geht es dabei immer um die Sache – und nicht um Produkte.
Zur Stromgewinnung muss die langsame Drehbewegung des Rotors in elektrische Energie umgewandelt werden. In klassischen Anlagen übernimmt dies ein Getriebe. Direktantriebe kommen ohne Getriebe aus, sind jedoch oft in der Baugröße beschränkt.
Die Rotorblätter fangen durch ihre aerodynamische Form die kinetische Energie des Windes auf und wandeln sie mit der daraus resultierenden Rotation in Strom um. Sie bestehen meist aus glasfaser- oder carbonfaserverstärktem Kunststoff und können bis zu 80 Meter lang sein – optimiert für hohe Effizienz und niedrige Geräuschentwicklung.
Die Rotornabe überträgt die Leistung auf die Rotorwelle. Der Rotor leitet die kinetische Energie des Windes an die Hauptwelle weiter, welche die Drehzahl auf das Getriebe überträgt.
Die Blattverstellung erlaubt es, den Anstellwinkel der Rotorblätter individuell zu verändern. So kann die Leistung je nach Windstärke geregelt werden, um eine Überlast zu verhindern und die Energieerzeugung zu maximieren.
Die Gondel sitzt auf der Spitze des Turms und beherbergt den gesamten Antriebsstrang mit Getriebe, Generator und Steuerungstechnik.
Messinstrumente wie der Windsensor überwachen die Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Außerdem werden weitere meteorologische Parameter wie Temperatur und Feuchte sowie der Zustand der Anlage laufend kontrolliert und angepasst.
Der Turm bringt Gondel und Rotorblätter auf eine Höhe, auf der stärkere und gleichmäßigere Winde herrschen. Sie werden als Stahlrohr-, Beton- oder Hybridkonstruktionen gebaut.
Das Fundament sorgt für die Standfestigkeit der Windkraftanlage. Es besteht meist aus einer großen Betonplatte mit Stahlarmierung und kann je nach Bodenbeschaffenheit auch Stahlpfähle erfordern.
Durch die Erosion an den Rotorblattspitzen entsteht zwar ein gewisser Abrieb, aber in deutlich geringeren Mengen als oft behauptet. Studien zeigen für Offshore-Anlagen im Mittel Verluste von 240 Gramm pro Windrad. Auf 30 Jahre ergibt das etwa 7,2 Kilogramm – weit entfernt von den kolportierten Tonnen. Zum Vergleich: In Dänemark, dem EU-Land mit der höchsten Windenergieproduktion pro Kopf, sind die Mikroplastik-Emissionen aus Windrädern rund 60- mal geringer als jene durch den Abrieb von Schuhsohlen.
Eine 4-Megawatt-Windkraftanlage erzeugt pro Umdrehung
etwa 5,5 Kilowattstunden (kWh). Genug für:
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