Ziel ist es, die Wohnungen, die sie im Eigentum hat bzw. zu gut 50 Prozent verwaltet, auf kurz oder lang zukunftsfit zu machen. Als Sozialer Wohnbauträger hat es sich die Alpenländische zur Aufgabe gemacht auf die Umwelt zu achten und den Wohnungsbestand und die dazugehörigen Gebäude in einen klimaaktiv-Standard zu überführen.
Bei der Besichtigung eines kürzlich umgesetzten Projektes in der Innsbrucker Fennerstrasse, konnten wir uns selbst vom Bestreben der Alpenländischen überzeugen. Das Wohnhaus mit 48 Einheiten steht im Eigentum der Wohnbaugesellschaft. Alle Wohnungen sind Mietwohnungen. Und damit eine gute Voraussetzung für eine Sanierung, da es weder Mehrheiten noch Abstimmungen mit anderen Eigentümer*innen braucht, um entsprechende Maßnahmen wie Fassadendämmung, Fenster- und Heizungstausch umzusetzen.
Und dennoch ist es der Alpenländischen wichtig zu betonen, dass auf alle Mieter*innen eingegangen und mit allen intensive Gespräche geführt wurden, um auf entsprechende Besonderheiten zu achten. Niemand bei der Alpenländischen wollte „drüberfahren“, sondern die Wohngemeinschaft in diese wichtigen Zukunftsmaßnahmen einbinden. So, dass jede*r sie versteht und am Ende des Tages mitträgt. Denn Baumaßnahmen sind eine Belastung und sorgen eine Zeit lang für Staub, Lärm und eingeschränkte Wohnqualität.
Wenn wir Mieter*innen befragen, wie es ihnen nach der Sanierung gehe, hören wir meistens nur kurz und knapp: „Woll, samma z‘friedn.“ Das ist wohl auch das größte Lob von Tiroler*innen, wenn der Energiebedarf im Eigenheim um mehr als die Hälfte gesenkt wird und gleichzeitig der Wohnkomfort drastisch steigt. Aber – die Alpenländische kennt das und weiß auch, dass dieser Zuspruch trotz der Kürze der Ausdrucksweise hart erarbeitet ist. Zahllose Stunden sind in die Beratung der Bewohner*innen geflossen. Zahllose Stunden in die Erhebung des Bestandes (teilweise wurde noch ausschließlich mit einem Holzofen geheizt). Und zahllose Stunden sind in die Überzeugungsarbeit geflossen, dass ein Wärmepumpensystem für ein Haus dieser Dimension das richtige ist.
Überzeugt waren viele, als sie bemerkten, dass für den Heizungstausch im Verhältnis nicht allzu viele Eingriffe nötig waren. Platz für Pumpe und Boiler war in den meisten Fällen vorhanden bzw. durch Gasthermen besetzt, die nach der Sanierung nicht mehr benötigt wurden. Die Leitungen vom Speicher am Dach konnten geschickt in das Treppenhaus integriert werden. In den Wohnungen wurde teilweise mit Zwischendecken gearbeitet.
„Wir arbeiten Schritt für Schritt weiter in Richtung unserer Nachhaltigkeitsziele, welche sich auch mit den Zielvorgaben des Landes decken“, erklärt Cornelia Springer die nahe Zukunft in Sachen Sanierung von Altbestand. Der Alpenländischen sei wichtig, dass sie bei diesem Thema Fakten sprechen lasse und nicht mit leeren Versprechungen kommuniziere. „Wir evaluieren jede Einheit, die in unserem Eigentum steht und erarbeiten entsprechend die für uns und die Bewohner*innen besten Alternativen“, führt sie weiter aus. Dabei sei das Energie-Einsparungspotential enorm meint sie, da bei einem Bauträger, der 84 Jahre alt ist, auch einige Gebäude klarerweise nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen.
So der Tenor der Alpenländischen. Deshalb finden auch immer wieder Führungen für Mitbewerber*innen, Projektgruppen, Planungsbüros durch das eben sanierte Gebäude in der Fennerstraße statt. Das zeigt, dass es dem Unternehmen wirklich um die Sache geht. Denn je mehr Erfahrungsschatz in der Branche gesammelt werden kann, desto schneller werden wir auch unser gemeinsames Ziel TIROL 2050 energieautonom erreichen. Dafür braucht es standardisierte Sanierungslösungen, die aus den Erfahrungen einzelner Vorreiter*innen entstehen. Umso schöner, dass sozial im Sozialen Wohnbau auch beim Sanieren großgeschrieben wird.
Diese Geschichte des Gelingens wurde gefördert durch