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Aktuelles

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20.02.2024

Sanieren und von Förderungen profitieren

Raus aus dem Dschungel

Neu bauen ist immer günstiger als Altbestand sanieren. Dass diese Aussage ebenso plakativ wie falsch ist und Sanierungsvorhaben gelingen können, zeigen die kürzlich preisgekrönten Vorzeigeprojekte des Tiroler Sanierungspreises eindrücklich. Und auch die aktuelle Fördersituation, um von fossile auf nachhaltige Energieträger umzusteigen, ist momentan so gut wie nie. Wer jetzt handelt, kann nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern vor allem auch viel Geld sparen. Damit das gelingt und nicht zu einer Situation à la „Ich bin im Förderdschungel – holt mich hier raus!“ wird, gilt es einiges zu beachten. Experte Michael Braito von der Energieagentur Tirol bringt Licht ins Dunkel und zeigt bei einem kostenlosen Online-Infoabend am Montag, 26. Februar auf, welche Fördermöglichkeiten es gibt, was beachtet werden muss und wo sich Sanierungsvorhaben heuer besonders lohnen.

Hinschauen lohnt sich

Mit TIROL 2050 energieautonom hat Tirol eine ganz deutliche Vision. Genauso viel Energie im Land zu erzeugen, wie verbraucht wird, und noch dazu frei von fossilen Energieträgern. Die aktuelle Förderlage trägt nicht nur dazu bei, dieses Ziel zu erreichen, sondern ermöglicht es auch kommenden Generationen fossilfrei zu leben. Dank vielfältiger Fördermittel von Bund, Land und Gemeinden gibt es für geplante Energieeffizienzmaßnahmen satte Zuschüsse. Durch die Kombination der Förderungen von Land und Bund können sich so Fördersummen von bis zu 100 Prozent ergeben. Um diese zu bekommen, wird ein gültiger Energieausweis benötigt, der nicht älter als zehn Jahre sein darf oder eine Beratung mit Nachweis der Energieagentur Tirol. Vor dem Heizungstausch sollte zusätzlich überprüft werden, ob eine vorherige Sanierung des Gebäudes notwendig ist, da so eine Senkung des Gesamtenergiebedarfs um bis zu 75 Prozent möglich ist. Außerdem kann nach der Sanierung nicht nur eine kleinere Heizungsanlage ausreichen, sondern auch die Gesamteffizienz wird erhöht und die Heizkosten verringert. Auch der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der thermischen Sanierung kann sich lohnen. So wurden die Förderungen für den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen massiv ausgebaut. Das Land Tirol förderte die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen bereits in der Vergangenheit auf hohem Niveau, der Bund hat seine Fördersätze für 2024 deutlich erhöht. Durch die Kombination von Landes- und Bundesförderung sind auch hier Förderquoten von bis zu 100 Prozent möglich. Ein genauer Blick lohnt sich, denn die Verwendung nachwachsender Rohstoffe kann das gesamte Sanierungsvorhaben ökologischer und gleichzeitig finanziell attraktiver machen.

Kombination bringt satte Fördersätze

Da Land und Bund teilweise unterschiedliche Förderbedingungen haben, sollte bei der Kombination von Förderungen die dafür notwendigen Voraussetzungen genau angeschaut werden. Der Bund fördert beispielsweise nur Fernwärme, sobald ein Anschluss an das Fernwärmenetz möglich ist und die Fernwärme klimaschonend erzeugt wird. Auch bei der Vorlauftemperatur für Wärmepumpen gibt es Unterschiede zwischen Bund und Land und vor allem der Beantragungszeitpunkt unterscheidet sich.

Durch die Neuerungen sind Sanierungsvorhaben 2024 so attraktiv wie nie, bestätigt Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol:

„Seit der Gründung der jetzigen Energieagentur Tirol 1992 habe ich eine solche Situation noch nie erlebt. Die Förderungen waren immer ein Auf und Ab, aber so gut wie jetzt war die Fördersituation noch nie.“

Einen Überblick über die jeweiligen Fördermöglichkeiten bietet die Webseite der Energieagentur Tirol.

Vereinfachung durch Umsatzsteuerbefreiung

Eine deutliche Vereinfachung gibt es beispielsweise bei der Förderung von Photovoltaik-Anlagen und Stromspeichern. Diese wurden durch die seit Anfang des Jahres gültige Umsatzsteuerbefreiung stark vereinfacht. Während die Beantragung im vergangenen Jahr einem Nervenkrimi glich, fällt dieser Faktor heuer weg. Die Umsatzsteuerbefreiung gilt 2024 für alle Anlagen bei Wohngebäuden bis 35 Kilowatt-Peak (kWp) bei Wohngebäuden. Für Anlagen über 35 kWp gibt es weiterhin die Fördermöglichkeiten des Bundes. Insgesamt bezahlt jede und jeder Einzelne nicht nur weniger als im vergangenen Jahr, sondern die Förderquote ist durch die 20 Prozent Umsatzsteuerbefreiung auch deutlich höher als 2023 (Förderquoten 2023 ca. zehn bis 12 Prozent). Zusätzlich fördert das Land Tirol bei Anlagen bis zu 20 kWp mit der Wohnbauförderung wie in der Vergangenheit jedes kWp mit max. 250 €. Somit können noch einmal bis zu 5.000 € bezogen werden. Seit Anfang des Jahres gibt es außerdem eine Förderung des Landes Tirol für Stromspeicheranlagen. Diese beträgt 150 € pro kWh Speicherkapazität und ist mit zehn Kilowattstunden und maximal 1.500 € begrenzt. Gefördert werden sowohl die ersten zehn kWh neuer Speicher als auch die Erweiterung von bestehenden auf zehn kWh. Dadurch wird die Kombination aus Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher heuer nicht nur eine sinnvolle, sondern auch eine äußerst attraktive Investition.

Die richtige Beratung

Beim kostenlosen Online-Infoabend der Energieagentur Tirol hilft Experte Michael Braito dabei, sich im Förderdschungel zurechtzufinden und bietet Informationen und Tipps zur technischen Umsetzung.

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Infoabende kennen lernen

Kostenloser Online-Infoabend

Orientierung im Förderdschungel

Ob Heizungstausch, Fenstertausch oder umfassende thermische Sanierung – Förderungen setzen dort an, wo Energieverluste am größten sind. Um diese gezielt und vollständig nutzen zu können, ist es entscheidend sich frühzeitig zu informieren: Welche Förderungen gibt es? Welche lassen sich kombinieren? Und welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Antworten darauf bietet der kostenlose Online-Infoabend Sanierungsförderungen im Wohnbau der Energieagentur Tirol.
 
Am Dienstag, 3. Februar 2026, von 18:00 bis 19:00 Uhr erklärt Ing. Michael Braito welche Förderungen aktuell zur Verfügung stehen, wie sie kombiniert werden können und worauf bei der technischen Umsetzung zu achten ist.

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