Österreich steht vor der größten Reform des Strommarktes seit 20 Jahren. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) soll die Spielregeln für die Energiezukunft festlegen und ist damit ein entscheidender Hebel, um das Ziel TIROL 2050 energieautonom zu erreichen.
Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und Tirol bis 2050 energieautonom zu machen, braucht es nicht nur den Ausbau von erneuerbaren Energien und ein stabiles Netz, sondern auch einen modernen rechtlichen Rahmen. Genau diesen soll das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) schaffen, das derzeit in Begutachtung ist und das bisherige ELWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz) ablösen wird. Es ist die Antwort auf eine Energiewelt, die sich grundlegend verändert hat.
Früher kam der Strom hauptsächlich aus wenigen großen Kraftwerken, die kontinuierlich Energie lieferten. Heute speisen auch viele Wind- und unzählige Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Privathäusern, Unternehmen und Gemeinden saubere, aber wetterabhängige Energie in die Netze ein. Diese dezentrale und schwankende Erzeugung stellt die Stabilität der Stromversorgung vor neue Herausforderungen. Das ElWG soll hier für mehr Planungssicherheit sorgen und den Weg für ein flexibles und widerstandsfähiges Energiesystem ebnen.
Ein zentraler Begriff der neuen Energiewelt ist Flexibilität. Während früher die Stromerzeugung der Nachfrage folgte, wird es künftig genau umgekehrt sein: Die Verfügbarkeit von Sonnen- und Windstrom soll unser Verbrauchsverhalten intelligent steuern. Wer Strom dann nutzt, wenn viel davon produziert wird, stabilisiert das Netz und wird dafür belohnt.
Genau hier setzt das neue Gesetz an. Es soll die notwendigen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Energiespeichern, intelligenten Steuerungssystemen und finanziellen Anreizen wie dynamischen Stromtarifen schaffen. Damit werden jene belohnt, die ihren Verbrauch flexibel gestalten – etwa, indem sie ihre Waschmaschine nutzen, das E-Auto laden oder ihre Wärmepumpe betreiben, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht.
Der Gesetzesentwurf befindet sich aktuell in der Begutachtungsphase. Bis zum 15. August 2025 haben verschiedene Interessensgruppen die Möglichkeit, Stellungnahmen einzubringen. Obwohl bei einzelnen Regelungen noch Klärungsbedarf besteht, um die Auswirkungen präzise abschätzen zu können, zeigt der Entwurf eine klare und positive Richtung. Er ist ein wichtiger Schritt, um das österreichische Energiesystem fit für die Zukunft zu machen. Ein Beschluss im Nationalrat könnte frühestens im September erfolgen.
Ob Heizungstausch, Fenstertausch oder umfassende thermische Sanierung – Förderungen setzen dort an, wo Energieverluste am größten sind. Um diese gezielt und vollständig nutzen zu können, ist es entscheidend sich frühzeitig zu informieren: Welche Förderungen gibt es? Welche lassen sich kombinieren? Und welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Antworten darauf bietet der kostenlose Online-Infoabend Sanierungsförderungen im Wohnbau der Energieagentur Tirol.
Am Dienstag, 3. Februar 2026, von 18:00 bis 19:00 Uhr erklärt Ing. Michael Braito welche Förderungen aktuell zur Verfügung stehen, wie sie kombiniert werden können und worauf bei der technischen Umsetzung zu achten ist.
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