Die e5-Stadtgemeinde Lienz sowie zwei weitere Städte beschäftigen sich gemeinsam im Zuge eines Interreg-Programms mit der Einpflanzmethode "Schwammstadt". Bei dieser Methode werden unter dem Straßenraum durchwurzelbare Schotterkörper geschaffen, die den Bäumen mehr Raum zum Wachsen geben. Regenwasser kann vor Ort versickern und ist für die Bäume besser zugänglich. So bekommen Bäumen im städtischen Umfeld bessere Bedingungen, eine lange Lebensdauer und eine sonst notwendige Bewässerung durch die Grünraumpflege der Stadt kann vermieden werden. Auch das Kanalsystem kann so bei Regen und Starkregenereignissen entlastet werden. Ein weiterer großer Vorteil ist das langsame Verdunsten von Wasser, welches die Umgebung aktiv kühlt.
Der Schatten eines Baumes kann die Erhitzung des Straßenraumes verringern. Zusätzlich wird sowohl CO2 als auch Feinstaub gebunden. Bäume, die wir heute pflanzen, werden 2050 wirksam sein. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir klimafitte Quartiere, Siedlungen, Gemeinden und Städte entwickeln und im Sinne von TIROL 2050 energieautonom damit die Bevölkerung vor den Auswirkungen von Hitze schützen und die Lebensqualität langfristig sichern.
Die Anpassung an den Klimawandel ist auch in Bergregionen wie Tirol unerlässlich, da der Temperaturanstieg hier im Vergleich zum Flachland höher ausfällt und diese dadurch stärker betroffen sind. Deshalb wird bereits an Maßnahmen zur Entwicklung widerstandsfähiger Gemeinden in europäischen Bergregionen gearbeitet. Im Rahmen des EU-Projekts „Mount Resilience“, welches von der Energieagentur Tirol zusammen mit weiteren Partner*innen betreut wird, werden Klimawandelanpassungsmaßnahmen für Gemeinden und Regionen in europäischen Gebirgsräumen entwickelt und Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei spielen vorausschauende Stadtplanung, bauliche Maßnahmen und auch die Kommunen selbst eine wichtige Rolle. Letztendlich sind alle gefragt, um Hitzeinseln in Tirol zu reduzieren und für die Zukunft gewappnet zu sein.
Wie sehen einzelne Maßnahmen nun konkret aus, um intelligent gegen die Hitze zu bauen und sommertaugliche Quartiere und Gebäude zu errichten?
Um der Bodenversiegelung und dem Flächenverbrauch entgegenzuwirken, werden Siedlungsräume oft nachverdichtet beziehungsweise grundsätzlich dichter bebaut. Wird bei der Errichtung energieeffizienter und nachhaltiger Siedlungen, aber auch einzelner Gebäude ein starkes Augenmerk auf die Freiraum- und Landschaftsplanung gelegt, können Hitzeorte frühzeitig ausgemacht und somit vermieden werden. Mit den entsprechenden Planungsinstrumenten wie Raumordnungskonzepten, Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen lassen sich wichtige Maßnahmen treffen, um sogenannte Hotspots frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Ohne ganzheitliches Konzept geht die Nachverdichtung sonst oft zu Lasten von Frei- und Grünflächen, die in dicht bebautem Gebiet wie eine natürliche Klimaanlage fungieren und zentral für die Kühlung von Gebäuden und Quartieren sind. Als natürliche Schattenspender spielen auch Bäume eine entscheidende Rolle, denn gewisse Arten verdunsten über die Blätter bis zu 1000 Liter Wasser am Tag und sorgen so zusätzlich für Abkühlung. Dies macht sich auch in der Umgebungstemperatur bemerkbar – in Bereichen mit Bäumen ist diese deutlich kühler als bei komplett versiegelten Flächen und sollte in der Gestaltung von Straßen, öffentlichen Plätzen und Quartieren frühzeitig mitbedacht werden.
Ob Heizungstausch, Fenstertausch oder umfassende thermische Sanierung – Förderungen setzen dort an, wo Energieverluste am größten sind. Um diese gezielt und vollständig nutzen zu können, ist es entscheidend sich frühzeitig zu informieren: Welche Förderungen gibt es? Welche lassen sich kombinieren? Und welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Antworten darauf bietet der kostenlose Online-Infoabend Sanierungsförderungen im Wohnbau der Energieagentur Tirol.
Am Dienstag, 3. Februar 2026, von 18:00 bis 19:00 Uhr erklärt Ing. Michael Braito welche Förderungen aktuell zur Verfügung stehen, wie sie kombiniert werden können und worauf bei der technischen Umsetzung zu achten ist.
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