Aufgrund der hohen Energiepreise der letzten Jahre hat die Energieagentur Tirol in Kooperation mit den Energieagenturen anderer Bundesländer nach bisher wenig beachteten Stellschrauben zum Energiesparen gesucht:
Rund ein Drittel der Heizungen, die stichprobenartig untersucht wurden, gehen in den Sommermonaten in Betrieb. Bei 30 Grad Außentemperatur werden dann Öl, Gas oder andere Energieträger verheizt - trotz Klimakrise und hoher Energiepreise.
Die Erklärung ist dabei recht banal: viele Heizungen werden über einen so genannten Außentemperaturfühler geregelt. Ab einer gewissen Außentemperatur – meist sind 18 Grad Celsius als Heizgrenze eingestellt – geht die Heizung in Betrieb und je kälter es wird, umso mehr Energie wird vom Heizkessel an den Heizkörper oder die Fußbodenheizung geliefert. Im Herbst und Winter sorgt diese Funktion für Komfort und Effizienz. Was bisher jedoch wenig beachtet wurde: auch in Sommernächten fallen die Temperaturen in Tirol teilweise unter 18 Grad Celsius und dann macht die Heizung genau das, worauf sie programmiert wurde, nämlich in Betreib gehen.
Das Gute daran, das Problem ist schnell und einfach zu beheben. Die Heizung sollte bereits ab Anfang Mai aktiv ausgeschalten, beziehungsweise auf Sommerbetrieb umgestellt werden. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Heizungsanlagen. Bei Anlagen mit getrennten Systemen für Heiz- und Warmwasser kann die Heizung über den Sommer komplett ausgeschaltet werden. Gibt es keine getrennten Systeme, wird die Anlage hingegen auf Sommermodus umgestellt. Ein Tastendruck bedeutet dabei 100 Prozent Einsparung bei 0 Prozent Komfortverlust. Im Herbst wird die Heizung wieder ein- beziehungsweise umgeschaltet.
Positiver Nebeneffekt – neben unnötigen Kosten lassen sich so auch zusätzliche CO2 Emissionen einsparen und somit ein aktiver Beitrag zu TIROL 2050 energieautonom leisten.
Ob Heizungstausch, Fenstertausch oder umfassende thermische Sanierung – Förderungen setzen dort an, wo Energieverluste am größten sind. Um diese gezielt und vollständig nutzen zu können, ist es entscheidend sich frühzeitig zu informieren: Welche Förderungen gibt es? Welche lassen sich kombinieren? Und welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Antworten darauf bietet der kostenlose Online-Infoabend Sanierungsförderungen im Wohnbau der Energieagentur Tirol.
Am Dienstag, 3. Februar 2026, von 18:00 bis 19:00 Uhr erklärt Ing. Michael Braito welche Förderungen aktuell zur Verfügung stehen, wie sie kombiniert werden können und worauf bei der technischen Umsetzung zu achten ist.
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